Ca y est... Ich verabschiede mich von 8 1/2 Monaten Kanada, Québec, Französisch und dem Lehrerdasein. Vielen Dank an alle, die mich in dieser unglaublich schönen Zeit begleitet haben, egal ob per Mail, Skype, auf diesem Blog oder hier "vor Ort". Und das größte Dankeschön gilt einem ganz bestimmten und besonderen Menschen, ohne dessen Zureden und dessen Unterstützung ich wohl niemals hätte fahren können. Er würde jetzt wohl sagen: Der Quick Step ist rum, konzentrieren wir uns auf die nächste Runde. Also, AU REVOIR - Montréal; Leaving On A Jetplane in 6 Stunden.
Montag, 3. Mai 2010
Mittwoch, 7. April 2010
Arrivée...
Ich sitze in meinem Zimmer und betrachte den Koffer, der vollgepackt mit meiner Winterkleidung in der Ecke steht. Daneben eine Tasche mit Papierkram und rund 20 Büchern, die sich während meiner Zeit hier angesammelt haben und die meine Eltern schon nach Deutschland mitnehmen. Und gestern Nacht, als Nora und ich mit dem Bus aus Québec Stadt von unserer Gaspésie-Rundfahrt mit Mama und Papa in Montréal zurückkamen und sich der altbekannte Blick auf die Skyline darbot, war er dann doch da, dieser eine Moment…
Nun gut, genug Melancholie, der Eintrag soll jetzt nicht mit einem Ichwillhiernichtwegblabla enden, denn: Es taucht zwar kurz mal auf, dieses Gefühl, nicht nach Hause zu wollen, hin und wieder, so wie gestern Abend, aber eigentlich hält es sich in Grenzen. Was jetzt wiederum nicht heißen soll, dass ich es kaum erwarten kann, nach Hause zu kommen, schön ists hier ja leider schon. Es soll heißen: ich kann jetzt in Ruhe nach Hause fahren, denn ich kann beruhigt sagen, ich habe mein Kanada endlich gefunden.
Wieso das so schwer war? Irgendwie war ich ja schon die letzten 8 Monate in Kanada, aber irgendwie auch nicht, denn ich war in Québec und damit nicht wirklich in Kanada. Und das versteht man wahrscheinlich auch nur, wenn man hier gelebt hat. Denn ein richtiger Québecer fühlt sich nun mal nicht wie ein Kanadier und wäre am liebsten unabhängig statt „nur“ Provinz. Und das fängt bei der politischen Einstellung an und hört bei Essen, Kultur und vor allem der Sprache auf. Aber auch das Land selbst hat meine Vorstellung vom Naturparadies Kanada bis jetzt nie erfüllen können: Die Berge entpuppten sich als Hügelchen, die Nationalparks rund um Montréal als Naherholungsziel für alle Städter und kleiner als gedacht, kein Elch weit und breit und vom „strengen Winter“ und den „Schneemassen“ wollen wir gar nicht erst reden.
Aber dieses Wochenende war es dann plötzlich da, Kanada, wie ich mir Kanada immer vorgestellt habe; nicht enden wollende Straßen, ein Nationalpark wie er im Buche steht und dann, der Höhepunkt, Québecs Ostküste und der berühmte Felsen-mit-dem-Loch von Percé – kurz: Québec ist doch irgendwie Kanada, man muss dafür nur in die Gaspésie…
Somit ist es gerade kein Ichwillhiernochnichtweg-Gefühl sondern mehr ein tomtom-"Sie haben ihren Bestimmungsort erreicht"-Gefühl. Ich habe zwar keinen Elch gesehen, aber mich des Französischen bemächtigt (ein schöner Genitiv), unterrichtet, mit Vanessa und Nora unvergessliche Momente erlebt und vor allem: im Ausland gelebt. Kanada wird damit unweigerlich zu den Favoritenzielen hinzugefügt, prochaine station: Vancouver -irgendwann...
Nun gut, genug Melancholie, der Eintrag soll jetzt nicht mit einem Ichwillhiernichtwegblabla enden, denn: Es taucht zwar kurz mal auf, dieses Gefühl, nicht nach Hause zu wollen, hin und wieder, so wie gestern Abend, aber eigentlich hält es sich in Grenzen. Was jetzt wiederum nicht heißen soll, dass ich es kaum erwarten kann, nach Hause zu kommen, schön ists hier ja leider schon. Es soll heißen: ich kann jetzt in Ruhe nach Hause fahren, denn ich kann beruhigt sagen, ich habe mein Kanada endlich gefunden.
Wieso das so schwer war? Irgendwie war ich ja schon die letzten 8 Monate in Kanada, aber irgendwie auch nicht, denn ich war in Québec und damit nicht wirklich in Kanada. Und das versteht man wahrscheinlich auch nur, wenn man hier gelebt hat. Denn ein richtiger Québecer fühlt sich nun mal nicht wie ein Kanadier und wäre am liebsten unabhängig statt „nur“ Provinz. Und das fängt bei der politischen Einstellung an und hört bei Essen, Kultur und vor allem der Sprache auf. Aber auch das Land selbst hat meine Vorstellung vom Naturparadies Kanada bis jetzt nie erfüllen können: Die Berge entpuppten sich als Hügelchen, die Nationalparks rund um Montréal als Naherholungsziel für alle Städter und kleiner als gedacht, kein Elch weit und breit und vom „strengen Winter“ und den „Schneemassen“ wollen wir gar nicht erst reden.
Aber dieses Wochenende war es dann plötzlich da, Kanada, wie ich mir Kanada immer vorgestellt habe; nicht enden wollende Straßen, ein Nationalpark wie er im Buche steht und dann, der Höhepunkt, Québecs Ostküste und der berühmte Felsen-mit-dem-Loch von Percé – kurz: Québec ist doch irgendwie Kanada, man muss dafür nur in die Gaspésie…
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| Kanada mit Mama und Papa, Percé |
Somit ist es gerade kein Ichwillhiernochnichtweg-Gefühl sondern mehr ein tomtom-"Sie haben ihren Bestimmungsort erreicht"-Gefühl. Ich habe zwar keinen Elch gesehen, aber mich des Französischen bemächtigt (ein schöner Genitiv), unterrichtet, mit Vanessa und Nora unvergessliche Momente erlebt und vor allem: im Ausland gelebt. Kanada wird damit unweigerlich zu den Favoritenzielen hinzugefügt, prochaine station: Vancouver -irgendwann...
Sonntag, 14. März 2010
Les Colocs
Wochenende mit meiner WG in der Estrie, einer superschönen Region südöstlich von Montréal.
Abends spazierengehen in Sherbrooke - einer Stadt, in der es wirklich nichts zu sehen gibt...
| Fin Semaine Coloc |
Sonntag, 7. März 2010
Having a Tea-Party
3 Tage in der Stadt, in der wilde Tee-Partys gefeiert wurden, wo die Welt-Elite studiert und wo deutsche Assistentinnen auf dem Strich gehen.
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| Boston |
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